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Von Ankara nach Konya: 975 km durch Zentralanatolien

Mietwagen am Flughafen Ankara Esenboğa abholen, in Konya zurückgeben. Die komplette Route über Yozgat, Sivas, Kayseri, Kappadokien und Aksaray — mit Etappen, Fahrzeiten und Praxistipps.

13. August 2026·8 Min. Lesezeit
Von Ankara nach Konya: 975 km durch Zentralanatolien

Zwischen Ankara und Konya liegt eine Flugstunde — oder acht Städte, vier seldschukische Medresen, ein UNESCO-Feenkamin-Tal, die größte Karawanserei Anatoliens und der älteste Nationalpark der Türkei. Wer die Strecke fliegt, überspringt genau den Teil des Landes, der die meisten Reisenden am nachhaltigsten beeindruckt.

Diese Route führt vom Flughafen Ankara Esenboğa zunächst ostwärts bis Sivas, biegt dann nach Süden ab und läuft über Kayseri und Kappadokien nach Aksaray und schließlich nach Konya. 975 Kilometer, 5 bis 6 Tage. Sie fahren keinen Meter doppelt: Sie übernehmen den Wagen in Ankara und geben ihn am Flughafen Konya zurück.

Für wen sich das lohnt: für Reisende, denen das Fahren selbst Freude macht, die mit 150 bis 250 Kilometern pro Tag gut leben können und sich für Architektur und Geschichte interessieren. Wer ausschließlich Kappadokien sehen möchte, fliegt besser direkt nach Kayseri und bleibt drei Tage.

Die Route auf einen Blick

Abholung

Flughafen Ankara Esenboğa (ESB)

Rückgabe

Flughafen Konya (KYA)

Gesamtstrecke

ca. 975 km

Empfohlene Dauer

5–6 Tage

Straßentyp

Autobahn und gut ausgebaute Fernstraßen, durchgehend asphaltiert

Beste Reisezeit

April–Juni und September–Oktober

Schwierigkeit

Gering — keine Pässe, keine anspruchsvollen Bergstrecken


1. Ankara — Start (28 km ab Flughafen)

Esenboğa liegt nördlich der Stadt, bis ins Zentrum sind es rund 40 Minuten. Planen Sie für Ankara einen ganzen Tag ein, statt gleich loszufahren.

  • Anıtkabir, das Mausoleum Atatürks — früh am Morgen, wenn das Gelände noch leer ist. Parkplätze vorhanden.
  • Museum für Anatolische Zivilisationen — hier liegen die Funde aus Hattuşa und Çatalhöyük. Da Çatalhöyük am Ende der Route steht, ergibt diese Reihenfolge die bessere Geschichte.
  • Burg von Ankara und das Viertel Hamamönü mit restaurierten osmanischen Stadthäusern.
  • Kulinarisch: Ankara tavası, dazu getrocknete Früchte und Nüsse aus Beypazarı.

Nächste Etappe: Kırıkkale — 80 km, ca. 1 Stunde

2. Kırıkkale — kurzer Zwischenstopp

Die meisten fahren durch. Ein Grund zu halten ist die Çeşnigir-Brücke, eine einbogige seldschukische Steinbrücke über den Kızılırmak, eingebettet in eine Schlucht. Ein Abstecher von etwa 20 Minuten, der sich fotografisch lohnt. Übernachten muss man hier nicht.

Nächste Etappe: Yozgat — 145 km, ca. 1 Std. 45 Min.

3. Yozgat — der erste Nationalpark der Türkei

Der Çamlık-Nationalpark wurde 1958 als erster Nationalpark des Landes ausgewiesen und liegt direkt am Stadtrand — ein alter Schwarzkiefernbestand und im anatolischen Sommer ein seltener Schattenplatz.

  • Çapanoğlu-Moschee aus dem 18. Jahrhundert, mit ungewöhnlichen barocken Einflüssen und feiner Holzarbeit.
  • Uhrturm von Yozgat und die alten Stadthäuser ringsum.
  • Kulinarisch: testi kebabı, im Tontopf gegartes Fleisch.

Eine Übernachtung in Yozgat bietet sich an — die folgende Etappe ist die längste der Reise.

Nächste Etappe: Sivas — 225 km, ca. 2 Std. 45 Min.

4. Sivas — seldschukische Architektur unter freiem Himmel

Der architektonische Höhepunkt der Route. Vier große seldschukische Bauwerke stehen in Sivas nahezu nebeneinander und lassen sich in wenigen Stunden zu Fuß erschließen.

  • Çifte Minareli Medrese (1271) — Steinmetzarbeit auf höchstem Niveau.
  • Gök Medrese (1271) und Şifaiye Medrese (1217); letztere war Krankenhaus und medizinische Schule zugleich.
  • Buruciye Medrese.
  • Kongressmuseum Sivas — Schauplatz des Kongresses von 1919, im Originalzustand erhalten.
  • Mit einem zusätzlichen Tag: Divriği, dessen Große Moschee mit Krankenhaus zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Steinportal ist in Anatolien konkurrenzlos. 165 km ab Sivas.

Nächste Etappe: Kayseri — 198 km, ca. 2 Std. 20 Min.

5. Kayseri — am Fuß des Erciyes

Irgendwann taucht der Erciyes am Horizont auf und verschwindet bis zur Stadt nicht mehr. 3.917 Meter, im Sommer noch mit Schneeresten.

  • Burg von Kayseri aus schwarzem Basalt, mitten im Zentrum.
  • Hunat-Hatun-Komplex (1238), einer der ersten großen seldschukischen Gebäudekomplexe Anatoliens.
  • Gevher-Nesibe-Museum für Medizingeschichte — gilt als eines der frühesten Krankenhaus-Lehrkomplexe der Welt.
  • Ağırnas, 20 km außerhalb, Geburtsort des Baumeisters Sinan.
  • Kulinarisch: mantı aus Kayseri, pastırma und sucuk. Pastırma vakuumverpackt kaufen — sie fährt tagelang mit.

Nächste Etappe: Kappadokien — 85 km, ca. 1 Stunde

6. Kappadokien — das Herzstück (mindestens zwei Nächte)

Hier lohnt sich Zeit. Während anderswo eine Nacht reicht, sollten es in Kappadokien zwei, besser drei sein.

  • Freilichtmuseum Göreme (UNESCO) mit Felsenkirchen und Fresken.
  • Burg von Uçhisar, der höchste Punkt der Region — ideal zum Sonnenuntergang.
  • Paşabağ und Devrent-Tal mit der dichtesten Ansammlung von Feenkaminen.
  • Avanos am Kızılırmak, bekannt für Töpferei.
  • Unterirdische Städte Derinkuyu oder Kaymaklı — Derinkuyu ist tiefer, Kaymaklı weitläufiger.
  • Ballonfahrt: für den ersten Morgen buchen. Bei zu viel Wind wird gestrichen; wer nur eine Nacht bleibt, hat keinen zweiten Versuch.

Hinweis zum Fahren: Die Wege zwischen den Tälern sind kurz, einige Verbindungen jedoch unbefestigt. Wenn die Navigation Sie auf eine Schotterpiste schickt, kehren Sie besser auf die Hauptstraße zurück.

Nächste Etappe: Aksaray — 75 km, ca. 1 Stunde

7. Aksaray — Karawanserei und Schlucht

  • Karawanserei Sultanhanı (1229), die größte Anatoliens, direkt an der Hauptstraße. Der Besuch dauert zehn Minuten, allein das Portal rechtfertigt den Halt.
  • Ihlara-Tal — eine 14 Kilometer lange Schlucht entlang des Melendiz mit Felsenkirchen. Für die Wanderung bis Belisırma sollten Sie einen halben Tag einplanen.
  • Hasandağı begleitet Sie auf der Fahrt zur Linken.

Nächste Etappe: Konya — 145 km, ca. 1 Std. 45 Min.

8. Konya — seldschukische Hauptstadt und Ziel der Route

  • Mevlâna-Museum — am besten direkt zur Öffnung, nachmittags wird es voll.
  • Alâeddin-Hügel und -Moschee mit den Grabstätten der seldschukischen Sultane.
  • İnce Minareli Medrese und Karatay Medrese; die Fliesenkuppel der zweiten zählt zu den besterhaltenen Anatoliens.
  • Sille, ein altes Steindorf acht Kilometer außerhalb.
  • Çatalhöyük (UNESCO), 50 km entfernt — hier schließt sich der Kreis zu den Funden, die Sie am ersten Tag in Ankara gesehen haben.
  • Kulinarisch: etli ekmek und fırın kebabı.

Der Flughafen Konya liegt 18 km vom Zentrum entfernt. Rückgabe und Anschlussflug am selben Tag sind gut machbar.


Welches Fahrzeug passt zu dieser Route?

Der überwiegende Teil der Strecke ist Autobahn oder gut ausgebaute Fernstraße. Geländetauglichkeit brauchen Sie nicht — Komfort und Verbrauch zählen.

  • Zu zweit mit wenig Gepäck: ein Diesel der Economy-Klasse genügt. Auf 975 Kilometern macht sich der Verbrauchsunterschied deutlich bemerkbar.
  • Zu viert oder mit Koffern: Komfortklasse mit Automatik. Auf den langen Etappen reduziert das die Ermüdung spürbar.
  • Reise zwischen November und März: SUV und unbedingt Winterreifen. Rund um Sivas und den Erciyes fällt Schnee, auf der Etappe Yozgat–Sivas ist mit Schneetreiben zu rechnen.
  • Übernachtung in Kappadokien: In den Altortkernen von Göreme und Uçhisar sind die Gassen eng — große SUV sind dort beim Parken im Nachteil.

Praktische Hinweise

Maut und HGS. Auf den mautpflichtigen Abschnitten rund um Ankara gilt das elektronische System HGS. Unsere Fahrzeuge sind damit ausgestattet; die Durchfahrten werden am Ende der Mietzeit abgerechnet. Auf dieser Route fällt insgesamt wenig Maut an, da der größte Teil über gebührenfreie Fernstraßen führt.

Kraftstoff. Für 975 Kilometer sollten Sie je nach Fahrzeug 60 bis 75 Liter kalkulieren. Auf den Abschnitten Sivas–Kayseri und Aksaray–Konya liegen die Tankstellen weiter auseinander — tanken Sie, bevor der Tank unter die Hälfte fällt.

Fahrzeiten. Die längste Etappe ist Yozgat–Sivas mit 225 Kilometern. Planen Sie nicht mehr als drei Stunden Fahrzeit pro Tag; der Reiz dieser Route liegt in den Stopps, nicht in der Strecke.

Reisezeit. Im Juli und August steigen die Tagestemperaturen in Zentralanatolien über 35 °C, und Kappadokien erlebt seine vollste Phase. Mai und September sind deutlich angenehmer.

Höhenlage. Sie bewegen sich durchgehend auf 1.000 bis 1.300 Metern. Selbst Sommernächte sind kühl — eine leichte Jacke gehört ins Gepäck.

So fahren Sie diese Route mit BD Filo

Dass die Route eine Einwegstrecke ist, hat einen Grund: die Rückfahrt nach Ankara würde 500 zusätzliche Kilometer und zwei Tage kosten. Bei BD Filo übernehmen Sie den Wagen in Esenboğa und geben ihn am Flughafen Konya zurück.

  • Geben Sie bei der Buchung Ihre Flugnummer an — wir verfolgen den Flug und warten bei Verspätung.
  • Alle Mieten enthalten Vollkasko und unbegrenzte Kilometer. Bei 975 Kilometern ist ein Kilometerlimit ein echter Kostenfaktor.
  • Kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Abholung.
  • Unterwegs erreichbar über WhatsApp, rund um die Uhr: +90 531 766 79 23

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht diese Route? In entspanntem Tempo fünf bis sechs Tage. Vier sind machbar, dann bleibt für Kappadokien aber nur eine Nacht — und bei abgesagter Ballonfahrt keine zweite Chance. Mit sieben Tagen lassen sich zusätzlich Divriği und Çatalhöyük einbauen.

Kann ich den Wagen in Ankara übernehmen und in Konya abgeben? Ja. Esenboğa und der Flughafen Konya gehören beide zu unseren Stationen. Wählen Sie bei der Buchung einfach unterschiedliche Orte für Abholung und Rückgabe.

Ist die Route auch im Winter fahrbar? Ja, aber mit anderem Plan. Zwischen Dezember und März schneit es rund um Sivas und Kayseri, und die Wanderung im Ihlara-Tal wird beschwerlich. Dafür sieht Kappadokien unter Schnee völlig anders aus. Fordern Sie Winterreifen an und verkürzen Sie die Tagesetappen.

Brauche ich ein Geländefahrzeug? Nein. Die Route ist durchgehend asphaltiert und größtenteils vierspurig. Nur einzelne Talverbindungen in Kappadokien und der untere Zugang zum Ihlara-Tal sind unbefestigt — alle Hauptziele erreichen Sie ohne sie.

Wie buche ich die Ballonfahrt in Kappadokien? Die Starts erfolgen rund um Göreme und hängen vom Wetter ab. Am sichersten ist es, für den ersten Morgen nach der Ankunft zu buchen und den zweiten Morgen als Reserve freizuhalten.

Was kostet der Kraftstoff für 975 Kilometer? Je nach Fahrzeugklasse rund 60 Liter im Economy-Diesel und etwa 75 Liter in einem Benziner der Komfortklasse. Multiplizieren Sie mit dem aktuellen Literpreis für Ihre Budgetplanung.

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